In den letzten Jahren hat sich bei mir einiges in den Bereichen der Bildbearbeitung und Organisation getan. Da ich öfters danach gefragt werde wie ich meine Bilder bearbeite und welche Programme ich verwende, hat mich dazu bewegt den Lightroom für Anfänger Kurs zu erstellen. In diesem wird dieser Workflow noch einmal genau erklärt und ausprobiert. Für alle die meinen Kurs nicht besuchen können, für die ist jetzt dieser Blog Eintrag gedacht, wo ich euch einen Einblick gebe, wie dieser abläuft.

Aber fangen wir einmal von ganz vorne an in den letzten Jahren habe ich die verschiedensten Bildbearbeitungsprogramme und Ordner Strukturen ausprobiert und getestet um das für mich optimale Ergebnis in Zeitersparnis und Bearbeitungsqualität zu erzielen. Ich bin aber immer wieder zu einer Firma zurückgekehrt, weil Sie wie ich finde, das beste Preis Leistungsverhältnis für mich besitzt und diese Firma ist Adobe. Wer sich schon länger mit Fotografie beschäftigt der ist auch öfters auf den Begriff Photoshop oder Lightroom gestoßen. Mit dem letzteren beschäftige ich mich jetzt schon seit 3 Jahren intensive und habe damit meinen Workflow verbessert und viel Zeit gewonnen. Mit Lightroom CC (Stand 2018)  kann ich ca. 85 % meiner Bilder bearbeiten und das genügt für viele Dinge vollkommen aus und sollte doch einmal mehr zu machen sein habe ich noch immer Photoshop.

Okay soweit dazu, ich nutze immer die aktuellste Version von Adobe Lightroom, da ich im Besitz eines Adobe ABO bin, diese gibt es in verschiedensten ABO Ausführungen. Für den ambitionierten Fotografen hat Adobe ein tolles Angebot, darin bekommt ihr um nur 11,99 € Lightroom & Photoshop in einem und könnt so alle eure Bilder bearbeiten. Den Link zu dem Angebot findet ihr Adobe Fotografen ABO

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Schritt 1: Ordner Struktur erstellen

Zunächst lege ich einen Ordner auf meinem PC an. Diesen benenne ich nach dem Fotoshooting und dem Datum. In diesem Ordner lege ich einen weiteren Ordner an und nenne ihn RAW und fertig. Ihr könnt den Ordner auch anders benennen, für mich passt das aber so. In den Ordner RAW ziehe ich dann alle neuen Bilder von der Speicherkarte.

Schritt 2: Lightroom Katalog erstellen & Bilder Importieren

Nun öffne ich Lightroom und füge den neuen Ordner in der Bibliothek hinzu.  Dazu schaut, dass ihr euch in eurem Bibliotheks-Reiter befindet und klickt dort auf Importieren. Wählt dort dann unter den Quellen euren neuen Ordner aus. Klickt anschließend auf Importieren und der neue Ordner samt Bildern wird in die Lightroom Bibliothek aufgenommen.

Schritt 3: Erstauswahl der Bilder

Die erste Sichtung der Bilder. In diesem Schritt sehe ich mir alle Bilder in einem schnell Durchlauf an, ohne etwas zu bearbeiten oder etwas zu korrigieren. Es geht mir in diesem Fall nur darum, ob das Bild scharf ist und ob das Bild Aussage kräftig oder einfach nur langweilig wirkt. Ich mache was mit dem Drücken der Ziffer 1 am Nummernblock, um den Bild 1 Stern zu geben. Kleiner Tipp wen ihr dabei die Num Lock Taste aktiviert hab springt Lightroom nach dem Drücken einer Taste immer zum nächsten Bild. Damit das schnell geht, wechsle ich die Nummern 1 für okay und 0 für weiter ab.

Schritt 4: 2 Durchgang bei der Bildauswahl

Ich lasse mir jetzt für diesen Schritt nur mehr die Bilder anzeigen, die ich mit einem Stern versehen habe, das funktioniert in dem ich rechts unten bei den Filtern auf den ersten Stern klicke. Meistens mache ich nach den ersten 4 Schritten eine Pause von mindestens 90 Minuten ohne das ich vor dem PC sitze.  Das hat für mich den Sinn das ich mich von der ganzen Bilderflut nicht das Gespür für das richtige Bild verliere. Nach dieser Pause sehe ich mir alle markierten Bild noch einmal durch und sortiere dann eventuelle gleiche oder doch nicht so interessante Bilder aus. Diese Bilder bekommen dann mit der Nummer 2 einen weiteren Stern.

Schritt 5: Erste Bearbeitung der Bilder

Ab jetzt geht es dann erst an die Bearbeitung, früher hätte diese noch keinen Sinn da man dann eventuelle schlechte Bilder auch bearbeitet, die man dann entsorgt und damit nur Zeit vergoldet hat.
Der Ablauf ist bei mir immer wieder gleich.

– Belichtungskorrektur
– Tonwerte
– Gradationskurve
– Farben & Sättigung
– Objektive Korrektur
– Transformation & Zuschnitt
– Schärfen

Schritt 6: 2 Durchlauf und Feinkorrekturen

Dieser Schritt wird meisten am nächsten Tag von mir unternommen, da ich beim Bearbeiten von mehreren 100 Bilder gerne mal „Bearbeitungsblind“ werde. Deshalb diese Pause so das ich wieder einen klaren blick auf die Bilder bekomme. Es werden die Bilder von vorne bis zum Schluss noch einmal begutachtet und die letzten Korrekturen vorgenommen. Diese sind dann meistens nur mehr Belichtung & Zuschnitt Korrekturen um den ganzen einen Einheitlichen Look zu geben.

Schritt 7: Export der Bilder

Zum Schluss werden die Bilder von aus Lightroom exportiert. Um Sie anschließend als Abzüge zu bestellen oder dem Kunden als Download bereitzustellen.
Ich verwende dazu keine besonderen Einstellungen die Bilder werden mit 100% Qualität und ohne Verkleinerung exportiert.
Einzige Ausnahme sind die Einstellungen, wenn ich die Bilder für Facebook oder Social Media verwende, dann werden diese in einer fixen Größe und Qualität gespeichert.